|
|
Thermografie
- Allgemeines
- Sie kennen sie doch auch? Die schönen, farbigen Bilder von
Gebäuden, Menschen oder Maschinen. All diese Bilder werden mit einer
Infrarot- oder Thermografiekamera aufgenommen die berührungslos
Oberflächentemperaturen der Objekte misst. Von den Oberflächen
ausgestrahlte Wärmestrahlung wird von der Kamera erfasst und
mittels einer farbigen Skalierung in einem Bild festgehalten. Es
entstehen farbige Thermogramme die Verständnis für
Temperaturverteilungen auf den Objektoberflächen ermöglichen.
-
- Anwendungsgebiete
- Schwerpunkte der Thermografie liegen in der Bauphysik, in der
Haustechnik und im Bereich Wärmedämmung. Genauso wird das Verfahren
aber unter anderem auch in der Elektrotechnik, in Forschung und
Industrie sowie im Umweltschutz eingesetzt.
-
- Wie funktioniert
Thermografie?
- Die Oberflächen fester
Körper strahlen Licht ab wenn sie eine Temperatur besitzen. Je wärmer die
Flächen sind, desto heller sind sie. Werden die Temperaturen sehr hoch,
nimmt man dieses Leuchten mit den eigenen Augen als "Glühen"
wahr. Feste Körper leuchten bei Umgebungstemperatur im tiefen Infrarot.
Thermografiekameras können diese langwellige Infrarotstrahlung
"sehen". Da die Helligkeit des Infrarotlichts sehr stark von
der Temperatur abhängt, können so Oberflächentemperaturen aus der
Ferne gemessen werden.
-
- Kann Thermografie
durch ein Bauteil sehen?
- Eine Thermografiekamera ist
kein Röntgenapparat. Gemessen werden nur die Temperaturen der
abgebildeten Oberflächen. Trotzdem kann man meistens darauf
schließen was sich unter der Oberfläche verbirgt. Ist dies nicht
möglich, stößt die Thermografie auf ihre Grenzen und es müssen
andere Untersuchungen erfolgen.
Was ermöglicht
Thermografie im Bauwesen?
- Leckortung von
Heizungsleitungen
- Ortung von
Luftundichtigkeiten
- Feststellung von
Fehlstellen in Dämmsystemen
- Aufspüren von
Wärmebrücken
- Feststellung feuchter
Bauteile
Thermogramme
besitzen durch Ihre Farbigkeit eine hohe Aussagekraft. Trotzdem sind
für richtige Auswertungen große Fachkenntnisse über baukonstruktive
Zusammenhänge notwendig.
|
|